Am 24./25.10. fanden im Münchner Olympiapark der 7. und 8. Lauf der diesjährigen Cyclocross-Bundesliga statt. Das Rennen am Sonntag stand sogar im Kalender des Weltverbandes UCI, sodass in den Klassen U19 und Elite um Weltranglistenpunkte gekämpft wurde. Der vielseitige, allerdings im Wesentlichen flache Kurs vor der tollen Kulisse des Olympiasees präsentierte sich am Samstag von seiner trockenen und damit schnellen Seite. Windschattenfahren war in vielen Streckenabschnitten ein bedeutendes Element der Renntaktik.
Samstag Masters 2
Im Rennen der Masters 2 gingen mit Julius Ranghieri, Klaus Kunath, András Schröder und Hannes Genze gleich vier Fahrer an den Start und stellten so ein Viertel des Feldes. Nach dem Start übernahm Andi die Führung. Nach einem Fahrfehler in der Nähe des Depots spülte es Hannes an die Spitze. An den kurzen Rampen machte er ordentlich Druck, sodass er zum Ende der ersten Runde nur noch zwei Begleiter hatte. Noch vor Rennmitte hatte er auch diese beiden abgeschüttelt und fuhr ein nahezu fehlerfreies Rennen über die acht Runden. Andi kämpfte lange um den vierten Platz und kam schlussendlich als Fünfter ins Ziel. Klaus wurde guter Achter. Für Julius war es der erste Start bei einem Bundesligarennen. Nachdem er im Vorjahr noch als Hobbyfahrer unterwegs war, reihte er sich im hinteren Feld ein.

Samstag U19
Die U19 startete zwei Minuten nach dem Rennen der Elite kurz nach drei Uhr. Nachdem zwei Fahrer bereits in der Startrunde an den Hürden zu Fall gekommen waren, konnte sich Lukas Young mit einem Konkurrenten absetzen. Aufgrund einer losen Steckachse musste Lukas das Rad wechseln und verlor so den Anschluss. Der Abstand pendelte bis zum Ende zwischen fünf und zehn Sekunden. Mit Platz zwei war er allerdings auch sehr zufrieden. Moritz Kunath hielt sich lange in der Verfolgergruppe, die zum Ende des Rennens zunehmend zerfiel. Leider konnte Moritz dann nicht mehr ganz mithalten und kam als Zehnter ins Ziel.
Sonntag Master 2
Tags darauf war das Rennen der Masters 2 das erste des Tages. Der starke und den ganzen Tag anhaltende Regen gab dem Kurs ein ganz anderes Gesicht. Kurven waren sehr rutschig, vormals fahrbare Passagen nun zu Fuß zu bewältigen.
Hannes setzte sich schon nach wenigen Hundert Metern an die Spitze und übte erneut Druck auf den Zweitplatzierten des Vortages aus. In der zweiten Runde konnte er so bereits eine Lücke aufreißen. Kleinere technische Probleme am Rad ließen den Vorsprung immer mal wieder schrumpfen. Am Ende betrug dieser allerdings fast eine Minute. Klaus kam mit den Bedingungen nicht ganz so gut wie tags zuvor zurecht, sodass es für ihn zu Rang zehn reichte. Julius lernte viel und hatte großen Spaß, auch auf den hinteren Rängen.
Sonntag U19
Die U19 hatte diesmal ihr eigenes Rennen. Aufgrund anderer Rennen in nicht allzu großer Entfernung war das Starterfeld, wie auch bei den Masters, nicht allzu groß. Die UCI-Punkte lockten dennoch einige zusätzliche Fahrer an. Lukas fand sich bereits nach der Startphase an zweiter Position wieder. Zunächst schien es, als ob der Spitzenreiter seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen würde. Lukas hatte sich allerdings zu Beginn etwas zurückgehalten und schaffte es, in der vorletzten Runde zu seinem Konkurrenten aufzuschließen und ihn in der steilen Laufpassage sogleich zu distanzieren. Bis zum Rennende konnte er einen knappen Vorsprung von zehn Sekunden aufbauen und letztendlich verdient sein erstes internationales Rennen für sich entscheiden.
Bei Moritz schien sich das Schema des Vortages zu wiederholen. Mit großem Kämpferherz und dank sauberer Fahrtechnik behauptete er sich diesmal allerdings auf dem achten Platz, und das, obwohl die Konkurrenz etwas größer war als am Samstag.

Text, Fotos: Genze
