Am Samstag, 17. Januar fand in Mannheim das letzte Rennen des sechsteiligen Electroland Cyclocross Cups Rhein-Neckar statt. Fünf der sechs Rennen flossen in die Gesamtwertung ein. Der Kurs im und um die Radrennbahn präsentierte sich wie gewohnt kurvenreich und teilweise rutschig, jedoch ohne nennenswerte Schlammpassagen. Mit einer neu integrierten Sandgrube hatten die Mannheimer zudem eine zusätzliche technische Herausforderung eingebaut.
U 17/U 19
Mit U19-Fahrer Tobias Leeb und U17-Fahrer Moritz Kunath gingen zwei Teamkollegen im gelben Trikot der Gesamtführenden in der jeweiligen Altersklasse ins Finale der Serie. Moritz konnte sein Trikot leider nicht verteidigen, denn eine fiebrige Infektion zwang ihn ins Bett. Eigentlich hätte ihm bereits der Start gereicht, um seine Führung zu behalten, doch so rutschte er ohne Finalteilnahme in der Endabrechnung auf Rang zwei.
Tobias Leeb hingegen hatte im Gegensatz zu seinen direkten Konkurrenten bereits fünf Resultate in der Wertung. Er erwischte einen guten Start und konnte sich aufgrund guter Linienwahl in den kurvigen Abschnitten lange am Hinterrad der beiden Schnellsten halten. Ab Rennmitte musste er etwas abreißen lassen und erreichte schließlich als Vierter das Ziel im Altig-Radstadion. In der Gesamtwertung bedeutete dies Rang drei – ein deutlicher Beleg für seine Leistungssteigerung gegenüber der Vorsaison. Man darf gespannt sein, wie Tobi künftig den Spagat zwischen Triathlon im Sommer und Cyclocross im Winter gestalten wird.

Master 3
Im Feld der 25 Masters-3-Fahrer mischte erneut Frank Liebing vorne mit. Er zeigte ein starkes letztes Rennen und belegte Platz fünf, was ihm in der Gesamtwertung Rang sechs einbrachte. Ein Ergebnis, das ihn zufrieden stimmte und Lust auf die kommende Saison macht.
Master 2
Bei den Masters 2 kämpfte Ronald Friedrich um einen Podestplatz. Obwohl ihm Kurse wie der in Mannheim naturgemäß weniger liegen, zeigte er ein beherztes Rennen und verpasste das Tagespodium als Vierter nur knapp. Nach seinem Sieg beim Saisonauftakt in Baiersbronn hatte er zwei Etappen lang das gelbe Trikot getragen. Am Ende wurde es Gesamtplatz sechs – auch, weil er lediglich an vier Rennen teilnehmen konnte. Mit einem fünften Ergebnis wäre sogar Rang drei möglich gewesen. Andreas Schröder musste krankheitsbedingt passen und wurde abwesend mit drei gewerteten Rennen Achter.
Elite
In der Elite startete Frank Gruber als Gesamtzweiter. Der schnelle, flache Kurs kam ihm entgegen. Der Gesamtsieg von Sascha Starker stand bereits fest, doch auch Nick Willner kam noch einmal stark auf und verdrängte Frank vom Silberrang. Dieser verteidigte mit einem souveränen achten Tagesrang den dritten Platzin der Gesamtwertung gegen den ebenfall nach vorne drängenden Gesamtvierten. Vincent Severin unterbrach für seinen Start in Mannheim seinen Wintertrainingsrhythmus in Vorbereitung auf die Straßensaison und landete ohne spezifisches CX-Training als respektabler 18. im Mittelfeld.

Auch Hannes Genze, eigentlich Masters-2-Fahrer, trat in der Elite an. Er erwischte einen hervorragenden Start, führte das Feld in der ersten Runde an, ehe sich der Achte der Elite DM Jan-Lennart Krayer absetzen konnte. Hannes baute seinerseits seinen Vorsprung auf Sascha Starker kontinuierlich aus und bestätigte mit Platz zwei erneut seine Topform, die ihm eine Woche zuvor den vierten Deutschen Meistertitel in der Masters-2 Klasse in Folge eingebracht hatte. In der Gesamtwertung des Cups wurde er trotz nur vier bestrittener Rennen Vierter.

Mit dem Rennen in Mannheim beenden die Cyclocrosser des RV Pfeil Magstadt eine äußerst erfolgreiche Saison und verabschieden sich in die verdiente Sommerpause. Die Straßensaison beginnt bereits in gut zwei Monaten in Backnang-Waldrems.
Text: Hannes Genze, Fotos: Bettina Leeb
