Interstuhl Cup Wilflingen

Mit dem Rundstreckenrennen in Wilflingen am vergangenen Samstag stand für die Fahrer des Interstuhl Cups einer der profilierteren Kurse des Jahres auf dem Programm. Scharfrichter war ein langgezogener Anstieg in der Mitte der Runde, der je nach Rennklasse zwischen 15 und 25 mal bewältig werden musste. Wenig überraschend waren es die Bergfahrer des RV Pfeil Magstadt, die sich den Tag im Kalender markiert haben.


In der Senior-Serie war es Uwe Hahn, der dieses Jahr alleine die Vereinsfarben vertrat. Bereits zu Rennbeginn flog das Feld am Anstieg erwartungsgemäß auseinander. Uwe, heute stark am Berg, blieb beharrlich bei den drei Favoriten, von denen S. Tröndle schließlich im Alleingang gewann. Mit (wieder mal) Platz 4, dies auf Augenhöhe der Top-Fahrer, ist er absolut zufrieden.
Nächste Woche steht dann mit dem Villinger Kopfsteinpflaster-Kriterium ein Rennen, eigentlich nach seinem Geschmack, auf dem Plan.


Text: Uwe Hahn, Foto: Ulrike Huggenberger


Bei sommerlichen 27 °C und Sonnenschein standen für die Klasse der Elite/Amateure insgesamt 25 Runden auf dem Programm.

Für das Team verlief das Rennen insgesamt positiv. Aaron Berliner ging mit einem guten Gefühl an den Start und bestätigte seine starke Form. Seine Leistungswerte liegen bereits über denen des Vorjahres. Nach einem ersten Soloversuch zur Rennspitze setzte Teamkollege Christian Koch nach rund 1:10 Stunden wie geplant eine starke Attacke am Anstieg. Dadurch entstand sofort eine Lücke zum Hauptfeld, die Aaron für die Verfolgung der Spitzengruppe nutzen wollte. Lediglich Joscha Slongo konnte der Attacke folgen. Drei Runden vor Schluss wurde Aarons Aufholjagd jedoch durch einen Reifenschaden – verursacht durch eine Sicherheitsnadel im Hinterreifen – jäh beendet, sodass er das Rennen aufgeben musste.

Christian Koch ging nach seinem Sturz in Deißlingen und mit seinem alten Ersatzfahrrad ohne große Erwartungen ins Rennen. Dennoch behauptete er sich souverän im Hauptfeld, übernahm viel Führungsarbeit und sicherte sich mit Rang zwei bei einer Sprintwertung weitere wichtige Punkte für die Sprint-Gesamtwertung. Nach seiner entscheidenden Attacke unterstützte er Aaron anschließend taktisch, indem er die Nachführarbeit im Hauptfeld störte. Im Finale konnte er dem hohen Tempo nach seiner intensiven Arbeit nicht mehr folgen und belegte einen zufriedenstellenden 9. Platz.

Wolfgang Hamberger zeigte ebenfalls eine ansprechende Leistung. Nach einer Überrundung konnte er sich der dritten Gruppe anschließen und dort bis kurz vor Rennende mithalten. Das stimmt ihn optimistisch für die kommenden, eher flachen Rennen.

Fabian Siegle erwischte einen verhaltenen Start. Am wiederkehrenden Anstieg war das Tempo für ihn letztlich zu hoch, um im Hauptfeld zu bleiben. Anschließend arbeitete er bis nahezu zum Rennende gut mit Wolfgang Hamberger in der Verfolgergruppe zusammen. Seine Form sieht er weiterhin als ausbaufähig.

Text: Chris Koch