Auftakt in den Interstuhl Cup 2026

Die Interstuhl Cup Rennserie hat sich, unter Federführung von Organisator Siggi Krüger, zu einer beliebten Veranstaltung für alle Amateur-Rennfahrer im Südwesten entwickelt. So überrascht es nicht dass auch in diesem Jahr zahlreiche Teilnehmer vom RV Pfeil Magstadt bei den insgesamt 9 Rennen bis einschließlich September am Start stehen werden. Nicht zuletzt konnte der Verein in den vergangen Jahren auch viele Erfolge bei der Serie feiern. Die Verteidigung der Gesamtwertung bleibt auch in 2026 das Ziel.
Darüber hinaus entsendete der Verein 2 Fahrer zur deutschen Straßenmeisterschaft der Master-Fahrer.


Master 2/3/4

Bei sommerlichen Temperaturen weit jenseits der 30-Grad-Marke stand am Donnerstagabend das Rundstreckenrennen der Masterserie in Deißlingen auf dem Programm. Auf dem schnellen Kurs waren 40 Runden zu absolvieren, wobei die extreme Hitze den Fahrern zusätzlich alles abverlangte.

Für das Team gingen bei den Masters 2 Florian Dürr und Klaus Kunath an den Start. In der Klasse Masters 3 vertraten Florian Guggelberger und Markus Zwißler die Teamfarben, während bei den Masters 4 Uwe Hahn ins Rennen ging.

Von Beginn an wurde ein hohes Tempo angeschlagen. Zahlreiche Angriffe sorgten für ein abwechslungsreiches Rennen, in dem das Feld auf dem schnellen Kurs kaum eine Verschnaufpause erhielt. Bereits beim ersten Prämiensprint zeigte Florian Guggelberger seine gute Form und sicherte sich den dritten Platz.

Trotz der anspruchsvollen Bedingungen behaupteten sich die Fahrer in ihren jeweiligen Klassen hervorragend. Bei den Masters 2 fuhr Klaus Kunath auf einen starken sechsten Platz, dicht gefolgt von Florian Dürr auf Rang acht. In der Klasse Masters 3 erreichte Markus Zwißler einen guten fünften Platz, während Florian Guggelberger nach einem engagierten Rennen als Neunter das Ziel überquerte. Bei den Masters 4 verpasste Uwe Hahn das Podium nur knapp und belegte den vierten Rang.

Die Ergebnisse spiegeln einen gelungenen Rennabend wider. Auf dem schnellen Deißlinger Kurs und bei extremer Hitze zeigten alle Fahrer eine kämpferische Leistung und konnten sich in ihren Klassen im Vorderfeld behaupten. Mit den erreichten Platzierungen und einem Podestplatz im Prämiensprint fiel das Fazit für das Team entsprechend positiv aus.

Text: Markus Zwißler

Elite/Amateure

Zum Auftakt bei den Elite-Amateuren ging der RV Pfeil Magstadt mit insgesamt sieben Fahrern an den Start. Das Rennen wurde in diesem Jahr im Rundstreckenmodus über 60 Runden ausgetragen, sodass sich taktisch alles auf die Zwischen- und Zielsprints konzentrierte.

Die Fahrer des RV Pfeil konnten ihre Stärken im 51-köpfigen Fahrerfeld von Beginn an unter Beweis stellen. Christian Koch ging ohne konkrete Erwartungen ins Rennen; die Teamabsprache lautete, gegnerische Attacken abzudecken und bei guten Beinen selbst die Initiative zu ergreifen. Dies gelang Koch dreimal erfolgreich, auch wenn das Feld ihn nach jeweils einer halben Runde wieder einholte. Im weiteren Rennverlauf sammelte das Team in mehreren Prämiensprints fleißig Preisgelder. Koch selbst fuhr auf drei Wertungen, sicherte sich Sprintpunkte sowie eine Geldprämie und konnte zudem seinen Teamkollegen Frank Gruber in einer der Wertungsrunden optimal an seinem Hinterrad positionieren.
Auf den letzten Runden zog das Tempo im Hauptfeld spürbar an und das Rennen wurde deutlich unruhiger. Da die Geschwindigkeit zuvor moderat war, befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch einige fahrtechnisch unsichere Akteure im Peloton. Zwei Runden vor Schluss verlor Florian Kübler aufgrund einer eingeklemmten Kette den Kontakt zum Hauptfeld. Die übrigen Magstadter gingen dennoch sehr gut positioniert in die Schlussrunde.
Dann schlug das Pech jedoch unbarmherzig zu: In einer schnellen Kurve verließ ein Konkurrent seine Linie und drängte Christian Koch ab, was zu einem schweren Sturz und einem Totalschaden an seinem Rad führte. Das Sturzpech verfolgte den RV Pfeil weiter bis in die letzte Kurve: Rund 200 Meter vor dem Ziel stürzte Frank Gruber im Zielsprint bei hoher Geschwindigkeit mit mehreren Fahrern. Auch Marcel Hermle wurde in diesen Massensturz verwickelt.

Glücklicherweise trugen alle gestürzten Fahrer des RV Pfeil Magstadt „nur“ Schürfwunden und Prellungen davon. Weniger Glück gab es beim Material, da mehrere Carbonrahmen zu Bruch gingen. Durch das massive Chaos in der Schlussphase rollten am Ende nur Martin Hahn (Platz 25), Florian Kübler (Platz 28), Ulrich Haselwander (Platz 33) und Fabian Siegle (Platz 41) für die Magstadter ins Ziel.

Text: Florian Kübler, Chris Koch


Master 4

Bei erneut großer Hitze fuhr Uwe Hahn in der Senior-Serie die zweite Etappe, als Kriterium ausgefahren. Stets gut positioniert, sprintete er in jeder Wertung mit und konnte fünf Mal punkten. Dies bescherte ihm den vierten Rang in der Gesamtwertung und Platz Drei in der Altersklasse. So darf es weitergehen, am Besten schon am kommenden Samstag in Wilflingen.

Das Senioren-4 Podium mit Christian Eminger, Harald Beideck und Uwe Hahn (von links nach rechts)

Text: Uwe Hahn, Foto: Anja Beideck

Master 2/3

Beim Kriterium in Geislingen, der zweiten Etappe des Interstuhl Cups, gingen die Kategorien Masters 2, Masters 3 und U17 gemeinsam an den Start. Geplant waren 60 Runden – bei anfangs sommerlicher Hitze entwickelte sich ein temporeiches Rennen.

Ab Runde 30 setzte überraschend Regen ein. Ein schwerer Sturz auf Grund der veränderte Bedingungen führte in Runde 37 zum Rennabbruch.

In der Gesamtwertung lagen die Masters-2-Fahrer vorne. Florian Dürr belegte Platz drei, Klaus Kunath Platz fünf – ein starkes Ergebnis für unsere Pfeile. In der Wertung der Masters 3 fuhr Markus Zwissler auf einen starken dritten Platz. 

Florian Guggenberger glänzte trotz Abwesenheit als Model im Rennheft.

Text: Florian Dürr, Foto: Privat

Elite/Amateure

Aufgrund der Stürze bei der ersten Etappe in Deißlingen ging die Mannschaft des RV Pfeil Magstadt in abgespeckter Version mit nur vier Fahrern an den Start: Martin Hahn, Fabian Siegle, Ulrich Haselwander und Florian Kübler. Insgesamt galt es auf der flachen, rund 700 m langen Strecke, mit 4 langgezogenen Kurven 100 Runden im Kriteriummodus zu absolvieren.

Die Fahrer des RV Pfeil Magstadt konnten in mehreren Wertungssprints durch gezielte Attacken Akzente im Rennen setzen. So konnte Florian 3 Wertungspunkte und Martin 2 Wertungspunkte sammeln. Trotz der Hitze wurde das Rennen mit einem hohen Tempo von rund 45 km/h im Schnitt ausgefahren. Am Ende beendeten alle vier Pfeile mit einem leichten Drehwurm das Rennen: Florian (P12), Martin (P15), Ulrich (P23), Fabian (P35).

Text: Florian Kübler


Am Sonntag wurde in Görlitz die Deutsche Meisterschaft im Straßenrennen der Masterklassen ausgetragen. Mit Hannes Genze (Master 2) und Richard Schlude (Master 4) gingen auch zwei Fahrer des RV Pfeil Magstadt an den Start. Bei Temperaturen von über 38 Grad auf der anspruchsvollen Strecke rund um die Landeskrone waren neben Kondition vor allem Renntaktik und Verpflegung entscheidend.

Master 4

Richard Schlude startete um 9:30 Uhr bei bereits 32 Grad auf die drei Runden (51 km). Das taktisch geprägte Rennen war von harten Tempowechseln gezeichnet, durch die sich das Hauptfeld halbierte. Die verbliebenen 25 Fahrer gingen gemeinsam in die Schlussrunde. 400 Meter vor dem Ziel eröffnete Schlude den Sprint früh. Acht Sportler waren am Ende schneller, sodass er die Ziellinie auf Platz 9 überquerte – nur drei Sekunden hinter dem Sieger. Das avisierte Ziel einer Top-10-Platzierung wurde damit erreicht.

Master 2

Für Hannes Genze ging es um 12:30 Uhr bei 38 Grad Luft- und 60 Grad Asphalttemperatur auf die 120 km lange Belastungsprobe. Trotz des perfekten Supports durch Richard, der ihm sechs Flaschen und zahlreiche Eisbeutel reichte, machte Genze die extreme Hitze zu schaffen. Bis zur Rennmitte lief es gut, doch mit den zunehmenden Attacken wurde es härter. Genze hielt sich im auf 15 Fahrer geschrumpften Hauptfeld, das Jagd auf eine sechsköpfige Spitzengruppe machte. Mit leeren Beinen konnte er am Ende nicht mehr in den Spurt um Platz 7 eingreifen und belegte völlig ausgepumpt Rang 18.

Hannes Genze. Alles gegeben und sichtlich gekennzeichnet durch 120 km bei 38 Grad.

Text, Foto: Richard Schlude