Regen, Pflaster, Podium: Der RV Pfeil Magstadt bei den Race Days 2026

Vier Tage, vier Kulissen, voller Einsatz: Bei den diesjährigen Race Days Stuttgart schenkten sich die Fahrerinnen und Fahrer des Teams nichts. Von den tückischen Pflastersteinen an der Solitude über regnerische Kurvenjagden bis hin zu den finalen Höhenmetern in Plattenhardt war alles geboten. Während die Elite-Klassen mit Stürzen, starker Konkurrenz und wertvollen Erfahrungen kämpften, feierte der Nachwuchs einen herausragenden Podiumsplatz.


1. Tag: Solitude

    Zum Auftakt rund um Schloss Solitude bei Kopfsteinpflaster, Wind und Regen kam Chris Koch gut durch das Rennen und erreichte das Ziel im Hauptfeld auf Platz 39. Benedict Hahn und Marcel Hermle zeigten ebenfalls ein starkes Rennen, stürzten auf dem nassen Kopfsteinpflaster jedoch wenige Runden vor Schluss und konnten ihre gute Position dadurch nicht ins Ziel bringen.

    Pfeile vor: Benedikt, Fabian und Chris

    2. Tag: Vaihingen

    Auf der schnellen Runde in Stuttgart-Vaihingen hielten sich Fabian Rohrmoser, Benedict Hahn und Marcel Hermle lange im Hauptfeld. Erst in den letzten Runden verloren sie in der entscheidenden Rennphase den Anschluss.

    3. Tag: Magstadt

    Beim Heimrennen in Magstadt kam Fabian Rohrmoser die selektive Strecke entgegen, im Sprint wurde er jedoch aufgehalten und verpasste dadurch eine bessere Platzierung; am Ende stand Platz 16 zu Buche. Sven König, der sein erstes Mehretappenrennen bestritt, und Max Vetter zeigten ebenfalls ein starkes Rennen und konnten sich über weite Teile im Hauptfeld behaupten.

    Sven König hält den Anschluss

    4. Tag: Plattenhardt

    Auf der Schlussetappe zeigte Max Vetter nach seiner Verletzungspause vor den Race Days eine starke Vorstellung. Im Finale half er entscheidend mit, machte Tempo- und Positionierungsarbeit, sodass Fabian noch auf Platz 15 sprinten konnte und die Rundfahrt auf Rang 19 im Gesamtklassement beendete.

    Marcel Hermle und Max Vetter im Hauptfeld

    Text: Fabian Rohrmoser, Fotos: Vero Schäf


    Clara Gieseke Lopes absolvierte bei den Race Days ihr erstes Mehrerappenrennen im Team „MaxWatt meets Magstadt Racing Team“ und kam über alle Etappen gut durch. Sie bewegte sich konstant im Mittelfeld und sammelte bei den unterschiedlichen Streckenprofilen wertvolle Erfahrung. In einem sehr stark besetzten Feld erreichte sie am Ende der Rundfahrt Gesamtrang 42.

    Clara Gieseke Lopes

    Text: Fabian Rohrmoser, Foto: Vero Schäf


    Bei den diesjährigen Stuttgart Race Days hat sich der U17-Fahrer Lukas Young nach vier intensiven Renntagen den dritten Platz in der Gesamtwertung gesichert. Dieses Ergebnis ist für den Nachwuchsradsportler besonders bemerkenswert, da er nach einem gebrochenen Zeh und einer Erkrankung, die ihn noch bis zum Morgen der ersten Etappe schwächte, mit erheblichen Trainingsrückständen in die Saison gestartet war.

    1. Tag: Solitude

    Die erste Etappe führte über einen schnellen Kurs inklusive des anspruchsvollen Kopfsteinpflasters am Schloss Solitude. Während sich zwei Fahrer an der Spitze absetzen konnten, wurde dahinter im Hauptfeld um die verbleibenden Platzierungen gesprintet. Nach einer nicht optimalen Positionierung vor der letzten Kurve überquerte Young die Ziellinie als Zehnter. Für sein Team verlief der Auftakt ebenfalls erfolgreich: Ein Teamkollege fuhr auf einen starken siebten Platz.

    Lukas trotz dem Kopfsteinpflaster

    2. Tag: Vaihingen

    Die zweite Etappe verlangte den Fahrern bei regnerischen Bedingungen alles ab. Der Kurs war durch viele Kurven, hohe Geschwindigkeiten und ständige Beschleunigungen technisch äußerst anspruchsvoll. Dank einer guten Positionierung konnte sich Young aus den meisten Stürzen und Schwierigkeiten heraushalten und sicherte sich einen hervorragenden vierten Platz.

    3. Tag Magstadt

    Auf der dritten Etappe rückte das Klassement der Gesamtwertung zunehmend in den Fokus. Besonders am Anstieg in Magstadt wurde in jeder Runde ein enorm hohes Tempo angeschlagen. Lukas musste mehrfach kämpfen, um den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren. Mit einem hart erarbeiteten fünften Platz festigte er jedoch seine starke Ausgangslage im Gesamtklassement.

    4. Tag: Plattenhardt

    Vor dem finalen Teilstück lag Young bereits auf Podiumskurs. Trotz der spürbaren Müdigkeit nach drei harten Renntagen verteidigte er seine Position erfolgreich: Mit Platz neun auf der Schlussetappe sicherte er den dritten Rang in der U17-Gesamtwertung ab.
    Besonders positiv hervorzuheben ist, dass Young trotz der schwierigen Vorbereitung und technischer Probleme mit der Übersetzung während der ersten drei Etappen konstant in der Spitze mitmischen konnte. Am Ende fehlten ihm lediglich hauchdünne 0,2 Sekunden auf den zweiten Platz der Gesamtwertung.

    Text: Lukas Young, Foto: Vero Schäf

    Moritz Kunath, ebenfalls Klasse U17, fuhr vor allem auf der letzten Etappe in Plattenhardt ein sehr starkes Rennen und landetet dort auf einem starken 17. Platz. Er stieg nach einer soliden Landesmeisterschaft auf der Bahn am zweiten Tag ins Renngeschehen der Race Days mit ein.

    Das Team der U17 mit starken Gastfahrern hatte auf jeden Fall vier super Renntage und hat sich gut zusammen gefunden.

    Text: Lucia Huttenlocher-Flores

    Moritz Kunath hält beim Heimspiel in Magstadt das Tempo hoch

    Foto: Vero Schäf


    Ein großes Dankeschön geht wie jedes Jahr an unseren Betreuer Florian Huttenlocher, der das Team an allen vier Tagen an der Strecke optimal unterstützt hat!